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Galerie Kunstspeicher in Alzenau

Kreuz und quer durch die Stilrichtungen

Ausstellung: Egon Will aus Karlstein zeigt bis 28. September seine Werke im Kunstspeicher.

Mit dem Karlsteiner Egon Will stellt sich am Freitag ein bekennender Autodidakt und Cross-Over Künstler in der Alzenauer Werkstatt-Galerie Kunstspeicher aus. Die Schau steht unter dem Titel „Rückblick“.

Der 1949 Geborene fühlt sich an keinen Stil gebunden und wildert kreuz und quer in den Stilrichtungen. Auf Studium und Kurse habe Will bewusst verzichtet, um sich einen eigenen Stil zu erarbeiten, wie Galerist Klaus D. Feller in seiner Laudatio ausführte. Wichtig sind dem Künstler Bild- u. Farbharmonie. Seine Bilder entstehen meist aus spontaner Intuition. Auch betont Egon Will immer wieder, dass die figürliche Malerei, die vor einiger Zeit mit dem Thema „mensch und Umwelt“ praktiziert habe, ihm das nötige Selbstbewusstsein für seine heutige Malerei gebe.

Eigentlich war die Ausstellung gemeinsam mit Gertrud Groha unter dem Titel „Abstrakte Gegensätze“ konzipiert. Die aus gesundheitlichen Gründen erfolgte Absage Grohas verschaffte Will plötzlich doppelt so viel Platz für seine Werke – bei Wills meist großformatigen Arbeiten ein unschätzbarer Vorteil.

Als Egon Will bei der Auswahl zur Ausstellung aus dem Vollen schöpfen konnte, fiel ihm auf, dass es Bilder gab, die er noch nie ausgestellt hatte. Geboren wurde hier der Gedanke, einen Rückblick über die zurück liegenden zehn Jahre zu zeigen. Immer wieder integriert der Künstler unterschiedliche Gegenstände in die Leinwand. Einige Werke wie „Frecher Spatz“ leben davon, dass die Farbgestaltung mit in die Struktur des Holzbrettes integriert wird.
Feller verleiht den Bildern seines aktuellen Gasts mit Hilfe von Bodentiefen Stoffbahnen eine optimale Präsentationsfläche. Die oft kräftigen Rot- oder Orangetönen strahlenden Acrylbilder entwickeln auf dem weißen Hintergrund eine ansprechende Dynamik.
Bislang noch in einer Ecke steht das Bild „Kein Ausgang“, das als Raumteiler verwendet werden kann, da es sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite bemalt ist. Nicht nur in diesem zweiseitigen Werk kann der Betrachter immer wieder neue Details entdecken – ein „Rückblick“ der sich auf jeden Fall lohnt.

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